Das Gesicht unserer Städte und Gemeinden ist ein hohes kulturelles Gut. Es ist Identitäts-stiftend für die Bürgerinnen und Bürger und gehört zu den "weichen Faktoren", die den Lebens- und Wohnwert bestimmen.
Gleichermaßen bestimmt die energetische Modernisierung die Zukunftsfähigkeit der Gebäude selbst aber auch die Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden.
Neben dem sozialen Aspekt der Heizkosten ist es auch eine gesellschaftliche Aufgabe, den Klimaschutz voran zu treiben, aber auch die schwindenden Ressourcen zu schonen. Unter dem Aspekt des "Peak Oil" ist es geradezu eine Notwendigkeit, zukünftig sparsam mit den fossilen Vorräten umzugehen.
Mit unserer Symposiumsreihe wollen wir dazu beitragen, das vorhandene Wissen bei Planern und Handwerkern, aber auch den Bauhistorikern zusammen zu führen und so zu energetisch optimalen und kulturell verträglichen Lösungen bei der energetischen Modernisierung unserer historischen Gebäude zu kommen. Aber auch die EigentümerInnen der Gebäude müssen in diesen Prozess einbezogen werden, um den Wert der Gebäude bewußt zu machen und einem Wirtschaftlichkeitswahn entgegen zu wirken, der die Gebäudesanierung nur unter dem Aspekt der finanziellen Einsparung betrachtet.
Zudem sind die GebäudeeigentümerInnen auf ihrem Gebiet genau so als Fachleute zu betrachten.
Zielgruppen für unsere Veranstaltungen sind daher nicht nur PlanerInnen und Denkmalbehörden, sondern gleichermaßen EigentümerInnen und MieterInnen bzw. deren organisierte Vertretungen. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung wollen wir so die unterschiedlichen Akteursgruppen darin stärken, die Tragweite ihres Handelns zu erkennen und daraus die entsprechenden Handlungen abzuleiten.
In diesem Projekt kooperieren wir eng mit der Agentur für Klimaschutz im Kreis Tübingen, der Architektenkammer und der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, mit dem Verband der Gebäudeenergieberater (GIH) und der IHK Reutlingen.
findet vorraussichtlich im herbst 2012 statt. Wir werden die Teilnehmenden mit neuen kommunikationsfördernden Methoden noch umfangreicher darin unsterstützen, ihr Wissen einzubringen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Auf diese Weise wollen wir gemeinsam herausarbeiten, welches die prägnanten Stilelemente der Gebäude und ihres Zusammenhangs mit den Nachbargebäuden sind und wie wir zu guten Lösungen im Zuge einer energetischen Modernisierung kommen können.
Im ersten Symposium 2009 hat sich gezeigt, dass die Form einer Veranstaltung mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion nicht geeignet ist, einen offenen und konstruktiven Diskurs zu führen. Mit unserer Nachfolgeveranstaltung im Dezember 2010 haben wir daher völlig neue Wege beschritten: Nach den Impulsvorträgen haben sich die Teilnehmenden in drei verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv über verschiedene Themen ausgetauscht und dem Plenum die gewonnenen Ergebnisse in einer Abschlussrunde präsentiert.
In dem wir die Teilnehmenden in einem Beteiligungsprozess eingebunden und so das gestalterische und baufachliche Experten-Potential der PlanerInnen, aber auch das der NutzerInnen der Gebäude in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Wohnqualität genutzt haben, haben wir ergebnisorientierte Schritte in Richtung eines gemeinsamen Problembewußtseins und gemeinsam akzeptierter Standards Getan. Dabei haben wir mit der Einbeziehung von Referenten aus den Nachbarländern deren Wissen und Kompetenzen genutzt und konnten ihnen unseren Stand der Diskussion wiedergeben. So haben wir den Wissensaustausch zwischen den Ländern gefördert und die internationale Kooperation verstärkt.
Zum Symposium 2010 haben wir einen Tagungsband für Sie erarbeitet. In diesem finden Sie alle Vorträge des Symposiums und die Ergebnisse der Workshops. Die CD mit dem Tagungsband erhalten Sie bei uns zum Preis von 10 €. Eine Vorschau dieses Tagungsbandes finden Sie unten im Downloadbereich.
Bei der Planung unserer Sanierung in der Kronenstraße wollten wir modellhaft zeigen, wie energetische Maßnahmen mit den Zielen des Denkmalschutzes verbunden werden können. Die Diskussionen während der Sanierungszeit und die weiteren Erfahrungen haben gezeigt, wie schwierig die Kommunikation zwischen Klimaschutz-orientierten PlanerInnen und Angehörigen der Denkmalbehörden ist. Um diesen Dialog auf einer akzeptablen Ebene führen zu können, haben wir im Herbst 2009 ein erstes Symposium zur "zukunftsfähigen Sanierung historischer Alltagsgebäude" ausgerichtet. Als Ziel stand uns vor Augen, gemeinsam anerkannte Grundlagen und Methoden zu erarbeiten um die Planungszeiten in akzeptablem Rahmen zu halten, damit auch Kosten zu verringern und die Kontakte zwischen PlanerInnen und Gebäudeeigentümerinnen einerseits und den Denkmalschutzbehörden andererseits zu entkrampfen.
symposium_2009.pdf - Ein Faltblatt mit Programm des ersten Symposiums 2009 (750 KB)
symposium_2010.pdf - Ein Faltblatt mit Programm des zweiten Symposiums 2010 (775 KB)
tagungsband_2010_vorschau.pdf - Eine Leseprobe des Tagungsbandes zum Symposium 2010 (970 KB)